Folgende Überlegung, da ich regelmäßig nicht gefressenes Frostfutter weghauen muß dachte ich mir so das man sich ja einen Aas fressenden Waran anschaffen könnte. So erst mal die Grundüberlegung, aber welchen???
Er sollte eher wenig bis keine Insekten benötigen, relativ klein bleiben und mich auch nicht gleich fressen wollen.
Nun gibt es ja haufen verschiedene Kandidaten die da in Frage kämen. Da ich nun schon mal bisl geschnüffelt habe sind mir der Steppen und der Goldteju in Sinn gekommen.Die aber sind ja nun auch nichts zum kuscheln, vorallem der Teju nich. der Steppenwaran is mir irgendwie bisl zu grau und klettert der ?
Also das Terrarium is ca 2m x 1m x 2m (lbh). Er darf also auch klettern.
Ich stelle ma nen Bild rein. Will hier nur mal einige Vorschläge haben und würde mich dann erst einmal über die in Frage kommenden richtig informieren. Das Terra muß dann ja auch erst mal den Haltungsbedingungen entsprechend vorbereitet werden. Also die Anschaffung des neuen Bewohners dauert noch nen Weilchen.
Ach bevor ichs vergesse, hab das gleiche ding noch mal draußen aufgebaut. Wäre ja schön wenn ich ihn am Tage draußen in die Sonne setzen könnte, aber muss nich sein.
Hallo,
wie bereits angedeutet wirst Du keinen Waran finden der unter den beschriebenen Vorstellunge artgerecht untergebracht werden kann...
Zwar verschmäht kein mir bekannter Waran (außer vielleicht den herbi-/frugivoren Arten) Aas, aber das ist keineswegs gleichbedeutend mit einem Tier, welches als Resteverwerter herhalten kann. Wie alle Reptilien sind Warane wechselwarme Tiere und trotz der recht hohen Aktivität benötigen sie im Vergleich zu Säugern oder gar Vögeln extrem wenig Nahrung. Eine kurze Suche im Netz insbesondere nach Großwaranarten in Terrarienhaltung zeigt schnell wohin das regel- und übermäßige Verfüttern von Säugern bzw. deren Fleisch führt.
Im Gegensatz zur offenbar weit verbreiteten Meinung, das große Tiere auch große Nahrung bräuchten, ernähren sich in freier Natur zudem auch viele Großwaranarten von erstaunlich kleinen Tieren und auch nur zu einem geringen Teil von Warmblütern. Wirbellose bilden bei den meisten Arten das Gros der Nahrung, bei den kleinen Arten unter 70cm bzw. Jungtieren bilden sie praktisch ausschließlich die Nahrung.
Eine bessere Alternative könnte daher sein, die anfallenden Fleischreste an Zophobas und andere Käfer zu Verfüttern und diese dann wiederum als Futter für einen Waran zu nutzen. Wenn das Verfüttern von Insekten bzw. Wirbellosen kategorisch ausgeschlossen sein soll, rate ich von der Haltung aller "regulär erhältlichen" Waranarten ab.
Sowohl Varanus exanthematicus als auch Tupinambis sp. sind keine Kuscheltiere, auch wenn es durchaus sehr zahme Tiere gibt. Videos wie sie zu dutzenden auf Youtube zu sehen sind erscheinen mir eher so, als wäre die "Zahmheit" auf eine schlichte und gesundheitsfeindliche Unterkühlung zurückzuführen. Und nein, der Steppenwaran klettert nicht, zumindest nicht wie etwa V. pasinus. Für eine Freilandhaltung sind allenfalls der Steppenwaran oder so unerhältliche Exoten wie der Wüstenwaran, der Gelbwaran oder der Bengalenwaran geeignet, und auch dass nur an ganz wenigen Tagen bzw. Wochen im Sommer. Zahme Exemplare aller Arten können einen stundenweisen Ausflug in den Garten aber durchaus genießen (Vorsicht, die Tiere entwickeln in "Freiheit" ungeahnte Energien und Geschwindigkeiten und auch manches zahm gewähnte Tier wird auf einmal wild!).
Das abgebildete Becken halte ich für die Haltung von Waranen allerdings für völlig ungeeignet. Die Größe lässt zwar einige Auswahl zu, allerdings scheint mir das Ding vollständig aus Kunststoff gebaut zu sein, also auch die Scheiben? Sollte dem so sein wirst Du mit einer derat großen "Glas"front, zudem aus Kunststoff keine große Freude haben. Zum einen fehlen Möglichkeiten, die zahlreichen starken Kletteräste für kletternde Warane zu befestigen (wenn man die Scheiben nicht selbst durchbohren will), zum anderen wird ein Waran die Scheiben innerhalb kurzer Zeit derart verkratzen, dass sie stumpf werden.
Als Einsteigerlektüre bei fortlaufendem Interesse empfehle ich das recht günstige aber gute Buch von Bernd Eidenmüller, "Warane - Lebensweise, Pflege, Zucht", erschienen im Herpeton-Verlag.
Gruß
Dennis